Etwas Geschichte, warum nicht !

Bonaire besteht aus einem Kern alten Erguß- und Sedimentgesteins, das sich vor mehr als hundert Millionen Jahren durch submarine Eruptionen und ozeanische Sedimentationen gebildet hat. Vor etwa sechzig Millionen Jahren tauchte dieses dicke Gesteinsmassiv über dem Meeresspiegel auf und wurde in der Folgezeit von wesentlich jüngeren Korallenkalksedimenten umlagert. Unter dem Einfluß geologischer Prozesse entstand eine Insel, deren Landschaftsbild im Nordwesten von reizvollen Hügeln, in der Mitte von Terrassen und im Süden von relativ tiefgelegenen flachen Ebenen bestimmt wird.


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Entdeckt wurde Bonaire der Überlieferung zufolge 1499 von dem Spanier Alonso de Ojedas. Zur Zeit der Ankunft der Spanier lebten die Indianer noch in der Steinzeit. In kleinen Gruppen lebten sie über die Insel verstreut und hausten in einfachen Lehmhütten mit nur einer Öffnung, die als Eingang diente. Zu den heutigen Sehenswürdigkeiten gehören die an verschiedenen Stellen der Insel gefundenen Höhlen mit indianischen Felszeichnungen, deren Bedeutung aber noch nicht entschlüsselt werden konnte.


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Die Holländer entdeckten die Inseln für ihren Salzbedarf in der Heringsfischerei und eroberten 1634 Curacao und 2 Jahre später auch Bonaire und Aruba von den Spaniern. Auf Bonaire wurde die Gewinnung von Salz und Farbhölzern, die Viehzucht und der Maisanbau in Angriff genommen. Die Insel entwickelte sich gut und trug erheblich zur Versorgung der holländischen Garnison auf Curacao bei.



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Zwischen 1800 und 1816 war Bonaire einige Jahre unter englischer Herrschaft. In dieser Zeit wurde im großem Umfang der Baumbestand abgeholzt.


1816 fielen die Inseln Bonaire, Aruba und Curacao durch die Londoner Konvention wieder an Holland zurück. In dieser Zeit lebten ca. 1100 Menschen auf Bonaire, darunter etwa 400 Sklaven. Bis 1868 behielt Bonaire den Status einer Gouvernementsplantage. Langsam entwickelte sich das heutige Kralendijk und die Nutzung der Salzgärten war recht ertragreich.


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Bereits 1837 wurden am Pekelmeer 4 Obelisken zur Orientierung der Schiffe aufgestellt. Sie hatten die Farben Rot, Weiß, Blau und Orange, die Farben der Nationalfahne und des Königshauses. Bei den Salzgärten im Süden stand ein Fahnenmast, an dem die Farbe der jeweils gehißten Fahne - rot, weiß, blau oder orange - den Schiffen anzeigte, wo sie anlegen sollten.

Die Zahl der Sklaven stieg bis zur Mitte des neunzehnten Jahrhunderts auf 800 an. In Holland wurde überlegt wie man die Sklaven in die Freiheit entlassen konnte und am 30. September 1862 war es dann soweit: Die sogenannte Emanzipationsverordnung wurde erlassen. Auf Bonaire wurden 607 Gouvernementssklaven und 151 private Sklaven freigelassen.


Der erste Weltkrieg ging völlig spurlos an Bonaire vorbei. Während auf Aruba und Curacao die Mineralölindustrie einen wirtschaftlichen Boom auslöste, blieb die Lage auf Bonaire schlecht. Trotzdem hatte die Ölindustrie der anderen beiden Inseln auch seine positive Auswirkung auf Bonaire. Die Insel profitierte indirekt von den erzielten Gewinnen durch den Ausbau und die Asphaltierung der Straßen, der Modernisierung des Hafens, der Einrichtung eines Strom- und Telefonnetzes usw.

Die Anlage des Flughafens war ebenfalls wichtig und so landete am 30.Mai 1936 das erste Flugzeug auf Bonaire. Im gleichen Jahr wurde das allgemeine Wahlrecht eingeführt und politische Parteien wurden gegründet.

Der zweite Weltkrieg hinterließ wesentlich deutlichere Spuren auf Bonaire. Es wurde ein Internierungslager eingerichtet und im Mai 1940 wurden 461 Personen nach Bonaire verbracht und dort interniert. Dadurch wurde die Insel Bonaire ab dem Zeitpunkt auch regelmäßig von Militärangehörigen besucht und die ersten Schritte in Richtung Tourismus wurden getan. Nach dem Krieg wurde das Internierungslager in ein Hotel umgebaut und 1952 eröffnete das Flamingo Beach Club Hotel seine Pforten.

1954 wurde den Niederländischen Antillen das Recht auf Selbstverwaltung durch Ihre Majestät Königin Juliana eingeräumt. Als autonomer Teil des Königreiches der Niederlande wählten sie eine eigene Regierung und verwalten sich seitdem selbst, mit Ausnahme der Verteidigung- und Außenpolitik, die weiterhin durch die Niederlande wahrgenommen werden.


 
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